Samstag, 9. Mai 2009

ich bin ja...

...nun..äh..wie heisst das? Wenn man allein zuhause ist? Witwer? Waise? Ach nein, jetzt fällt es mir ein. Kevin, genau, so war das. Ich bin Kevin. Zumindest im Moment. Gestern habe ich die Frau Eichhorn eingewiesen abgeliefert ins Krankenhaus gebracht. Weil Hildesheims doofster Augenarzt nix kann, musste sie direkt mal zur Uniklinik. Und da liegt, sitzt oder geht sie im Moment. Aber keine Sorge, ist nicht schlimm. Zum Glück, denn da liegen auch massenhaft Patienten, denen geht es wirklich dreckig. Bei ihr haben sie eigentlich nur festgestellt, dass alles schokolativ ist. Und wenn dann nachher mal der Oberkellner Oberarzt da war, kann ich sie wohl auch wieder abholen.

Weil ich aber so alleine bin, muss ich mich ja irgendwie beschäftigen. Also hab ich direkt mal bei Youtube diese niedliche Animation gefunden. Aber da ich ja ehemaliger Pfadfinder und Hobbywissenschaftler bin, habe ich die Zeit für noch mehr Forschung genutzt. Ich habe mich dem Gebiet der Kulinarik gewidmet und faszinierende Dinge herausgefunden.

-Es ist möglich, für eine Person Nudeln mit Tomatensoße zu kochen, und dabei die Küche in einen Zustand zu versetzen, der an Pompei nach dem Vulkanausbruch erinnert.

-Nudeln mit Tomatensoße kann man sehr gemütlich vor dem Rechner essen, während man sich bei Youtube lustige Animationen ansieht.

-Tomatensoße sieht auf dem Monitor eigentlich ganz schick aus

-Geht aber schwer wieder ab, besonders nachdem sie getrocknet ist.

-Schmirgelpapier ist nicht für die Reinigung von Flachbildschirmen geeignet.

-Spaghetti passen genau in die Lücken zwischen den Tasten.

-Allerdings nur, wenn sie in die Tastatur reinfallen. Sollen sie wieder raus, passen sie nicht mehr durch.

-Es ist hilfreich, ein Foto von seiner Tastatur zu machen, BEVOR man sämtliche Tasten rausrupft.

Na also ich würde sagen, das hat sich doch gelohnt, hm?

Donnerstag, 7. Mai 2009

tour de...

..inventur. Kennt man, einmal pro Jahr wird Inventur gemacht. Nicht nur im Kühlschrank, sondern auch in Firmen. Heute war mein Ausweichsupermarkt dran. Normalerweise gehe ich in einen anderen Supermarkt, aber das wäre ein Umweg gewesen, also habe ich dort meine Taschentücher und Pistazien gekauft. Früher, als ich noch jung war, war Inventur immer lustig. Eine Horde Schüler oder Studenten turnten zwischen den Regalen umher, hakten munter Strichlisten ab und verdienten sich ein paar Mark nebenbei. Heute gibt es dafür elektronische Erfassungssysteme und an die Stelle der recht gut bezahlten Ferienjobber sind unterbezahlte Zeitarbeiter getreten. Die Zeitarbeit, von manchen Leuten auch liebevoll als Krebsgeschwür der sozialen Marktwirtschaft bezeichnet, soll aber heute nicht das Thema sein. Sondern, was mangelnde Motivation und Koordination aus meinem Feierabend machen können.

Bei einer Inventur muss man nämlich nicht nur die Dinge in den Regalen zählen, sondern auch den Kleinkram, der im Kassenbereich herumliegt. Und während man da all die Schokoriegel, Feuerzeuge, Zigaretten, Flachmänner und Kaugummies zählt und diese Zahlen in sein Erfassungsgerät tippt, kann natürlich weder Kunde noch Kassierer dort hin. An den Kassen ist es ja doch eher eng, das passt einfach nicht. Das hat die Konsequenz, dass die betreffende Kasse erstmal zu ist. Das ist aber dumm für den Kunden, denn ohne Kasse kann er nicht bezahlen, und ohne zu bezahlen kann man den Laden so schlecht verlassen. Also dachte sich jemand, ganz logisch, dass man die Kassen möglichst schnell abfertigt. Und wie macht man das? Genau. Man führt seine Inventur an allen Kassen gleichzeitig durch. Dann ist man schnell durch, und hinterher sind wieder alle Kassen geöffnet. Dass sich, bis die Inventur beendet ist, ein Rückstau quer durch den gesamten Supermarkt bildet, daran dachte vorher scheinbar niemand. Zumindest schienen die Kaugummizähler doch recht erstaunt, als sich die Schlange an der Kasse so langsam dem Eingang näherte und sämtliche Kassierer mit wild rudernden Armen im Dreieck hopsten.

Also ganz unter uns, so lange habe ich im Supermarkt noch nie gebraucht. Und das nur für 'ne Packung Taschentücher und eine Tüte Pistazien. Da vermisst man echt die gute alte Zeit, als Inventuren noch von Ferienjobbern gemacht wurden und die Erwachsenen einer normalen Arbeit nachgehen konnten.

Sonntag, 3. Mai 2009

also manchmal...

...fragt man sich, wie planlos manche leute wohl sind. Da ist alle paar Wochen mal ein Event. Da würde ich schon gerne mal mitmachen, wäre so ziemlich genau mein Fall. Und was ist? Sonnags um 20:00 Uhr geht es los. Ausgerechnet am einzigen Tag der Woche, an dem die Frau Eichhorn und ich unseren Fernsehabend haben. Erst der Bulle von Tölz, dann Pause, und dann Navy CIS und The Mentalist. 3 gute Serien die wir beide mögen, und so ziemlich das einzige, was wir uns gemeinsam und regelmässig ansehen. Und genau dann machen diese Hampelnasen ihre Events. Ist natürlich klar, dass ich da lieber auf der Couch sitze. Und mir extra für die eine Stunde einen Schlepptop besorgen is nicht drin, das seh ich nicht ein. Auf den Mickertastaturen kann eh kein normaler Mensch arbeiten, da kann man gleich seine Texte in den Taschenrechner morsen. Ja also nee, echt jetzt.
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