Dienstag, 18. Mai 2010

hach, ist das ...



... schön. Endlich wieder WM. Endlich schmieren sich ansonsten grundvernünftige Menschen wieder schwarz-rot-gelbe Pampe in die Visage und sind bis in die Haarspitzen stolz darauf, Deutsche zu sein. Endlich kann man mal all die winzigen Problemchen ausblenden. Geburtenrückgang, Arbeitslosenquoten, Armutslöhne, GEZ, Gyrosmilliarden, Fehler in Bildungs- und Rentensystem, Abmahnwahn, peinliche Berufspolitiker. Alles vergessen, denn wir wollen Weltmeister werden. Da haben wir was von, und da müssen wir alle was für tun. Da müssen wir zusammenhalten, unserer Elf den Rücken stärken. Gemeinsam Weltmeister werden. Jawollja.

Was soll der Schwachsinn? Die spielen in Südafrika, das ist eine ganze Ecke entfernt. Ob ich hier jeden Morgen die Flagge hisse und vaterländisches Liedgut abträllere, das merken die auf diese Entfernung nicht. So laut kann ich nicht singen. Ich könnte mir auch mit Deckweiß eine Hand ins Gesicht pinseln und Saruman ewige Treue schwören, die würden den Unterschied garantiert nicht merken. Im Gegenzug merke ich hier auch nicht, wie die in Afrika spielen. Ob die gewinnen oder verlieren, welchen Unterschied macht das hier? Werden die Schulen besser ausgestattet, wenn wir Weltmeister sind? Werden dadurch anständig bezahlte Arbeitsplätze geschaffen? Macht davon der Tante Emma Laden an der Ecke wieder auf? Fahren dann öffentliche Verkehrsmittel öfter? Wird dann das Verblödungsfernsehen abgeschafft und durch ein anständiges Programm ersetzt? Eher nicht, oder? Also warum verdammt noch eins wird jetzt wieder so ein Trubel gemacht?

Sonntag, 16. Mai 2010

wo habe ich das ...



... erst neulich wieder gelesen? "Mit der Linkspartei kann man nicht reden. Die sind ja SED und DDR." Und DDR, das ist schlecht. Weil, in der DDR gab es Zensur, das Volk wurde überwacht, Wahlen gab es zwar, aber die brachten nichts. Jobs gab es auch, aber die waren zum Teil völlig sinnlos. Huch, denke ich mir da. Zensur, Überwachung, sinnlose Wahlen und sinnlose Jobs um die Leute irgendwie zu beschäftigen? Seit wann finden unsere Politiker das denn schlecht? Hab ich was verpasst?

Dienstag, 11. Mai 2010

manche slogans ...



... passen echt nicht. Nein, ich meine jetzt keine Parteien oder Politiker. Daß die gerne A sagen, B meinen und C machen, ist ja bekannt. Unter uns, wer sich von deren Geschwafel noch einlullen lässt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Nein, ich meine gerade Ubuntu. Ich hatte das jetzt gut 2 Jahre auf der Kiste und war relativ zufrieden damit. Ich wäre irgendwann sogar komplett umgestiegen, wenn ich mir sicher gewesen wäre, daß all meine Windowsprogramme dort nicht schlechter laufen als unter Windows auch. Leider gab es einen kleinen Wermutstropfen, die KDE Umgebung vertrug sich nämlich bisher nicht so recht mit meinem Graphikchip. Das war schon ziemlich ärgerlich, denn GNOME ist nicht wirklich ansprechend. Über Xfce reden wir lieber nicht, da bekommt man Augenkrebs. Aber seit dem Update auf 10.04 ist alles anders. Mit dieser April-April Version kamen nämlich einige Änderungen, die endlich GNOME und KDE einander angeglichen haben. Leider in die verkehrte Richtung, denn anstatt endlich mal KDE unter einem Intelchip lauffähig zu machen, schrottete man auch noch GNOME. Endlich ist es völlig egal, welche Desktopumgebung man wählt, man bekommt überall in unregelmässigen Abständen einen kompletten Systemabsturz. Gut, der Bootvorgang wurde erheblich beschleunigt, aber einen wirklichen Ausgleich schafft das auch nicht. Ein langsamer Bootvorgang am Tag ist doch irgendwie praktischer als 15 schnelle Bootvorgänge pro Stunde. Unterm Strich sehe ich nur einen wirklichen Vorteil: ich habe wieder 12 GB mehr Platz auf der Festplatte und eine eigene Partition für meine Texte.

Und was hat das jetzt mit unpassenden Slogans zu tun? Ganz einfach. Ubuntu wirbt mit dem schönen Spruch "Linux for Human Beings". Passender aber wäre, und da freut sich vielleicht der ein oder andere Metallicahörer, jener Slogan:

Design by Dzelque Blogger Templates 2008

Des Bibers Damm - Design by Dzelque Blogger Templates 2008