Sonntag, 14. September 2008

verchromt...

...hab ich mich jetzt mal. Also meinen Rechner. Firefox ist ja leider seit dem Update auf Version 3 ziemlich langsam geworden und ich vermisse immer noch ein paar Plugins, die ich früher bei Opera immer sehr lustig fand. Besonders der IRC Client, den gibt es im Firefox zwar auch...aber es ist der totale Müll. Dafür hatte ich mit Opera öfter mal Probleme mit Java, darum bin ich damals ja umgestiegen. Und nu hab ich mal Google Chrome ausprobiert. Ich muss sagen, das ist ganz nett. Also nichts, was länger auf meiner Festplatte rumlurchen wird. Ganz nett reicht mir nicht. Die Oberfläche ist reichlich minimalistisch, das mag ich ja grundsätzlich. Wenn ich sehe, wie manche Programme mit Schaltflächen und Menuleisten zugekleistert sind, da könnte ich würgen. 19" Bildschirm, und davon bleiben 2" für die reine Arbeitsfläche. Der Rest ist mit allerhand sinnlosem Tand gepflastert. Da kommt mir Chrome schon sehr entgegen. Überhaupt nicht entgegen kommt mir Chrome allerdings, was den gesamten Rest angeht. Der angebliche Geschwindigkeisvorteil versteckt sich erfolgreich vor mir. Bis eben waren Firefox und Chrome ziemlich genau gleich schnell, seit ich am Fuchs etwas rumgeschraubt habe, ist der im Vergleich zur Version 2 immer noch Langsame Fuchs deutlich schneller als Chrome. Er stellt auch alles dar, was Chrome nicht so gern tut. Ein paar meiner Testseiten waren mit dem Fuchs in wenigen Sekunden aufgebaut, während Chrome nach deutlich längerer Zeit einfach Lücken auf der Seite ließ. Es wurde nichtmal angezeigt, dass hier etwas fehlt.

Auch Flash scheint Chrome nicht wirklich zu mögen, .flv Dateien bleiben gerne mal plötzlich hängen und ganz normale .swf Dateien hängen sich auch auf. Dabei bleibt bei mir dann auch gleich der komplette Browser stehen. Was ja angeblich nicht gehen soll. Wenn schon, dann schmiert mal ein einzelner Tab ab, aber nie das gesamte Teil. Naja, theoretisch wohl. Praktisch sieht das zumindest bei mir anders aus.

Mir völlig unklar ist, wieso der gesamte Browser flöten geht, wenn man alle Tabs schliesst. Um den Browser zu schliessen habe ich doch das nette X oben rechts, reicht das denn nicht aus? Wozu baut man denn bitte so eine schwachsinnige Funktion ein? Man sucht nach einer Information, ruft dabei eine Seite auf und wenn die hakt, kann man den Tab nicht einfach schliessen. Weil dann der gesamte Browser zum Teufel geht. Sinn?

Grossartige Neuerungen, die andere Browser nicht auch haben, konnte ich nicht entdecken. Mal angesehen davon, dass andere Browser nicht mein Surfverhalten aufzeichnen und an den Hersteller schicken. Vielleicht wäre noch die Möglichkeit zu erwähnen, dass man inkognito surfen kann. Klingt aber toller als es ist. Natürlich hinterlässt man trotzdem seine Spuren im Netz. Ich kann mit Chrome so inkognito auf diesen Blog zugreifen wie ich will, meine IP wird trotzdem angezeigt. Nur das Betriebssystem und der Browser können nicht ermittelt werden, aber das können sie ohne inkognito auch nicht. Unterm Strich ist das also auch nichts anderes als die in so ziemlich jedem Browser unter "Extras" aufrufbare Funktion, mit der sich Verlauf, Cache, Cookies und all dieser Kappes löschen lassen. Nur automatisch und etwas mehr aufgebauscht.

Ich glaub, ich steig doch wieder auf Opera um.

Samstag, 13. September 2008

neulich im...

...mittelalter. Endlich komm ich mal dazu, was über den zweiten Tag unseres Mittelalterfestes zu schreiben. An sich wollten wir ja zu den Pestonkels. Die haben so lustige Vogelmasken auf, das findet die Frau Eichhorn rasend komisch. Laut Programm sollten die auch auftreten, so gegen 13 Uhr. Gut, ich fand es schon etwas merkwürdig, dass die auf einer der Bühnen auftreten sollten. Aber vielleicht haben die ja eine Art Show einstudiert, man weiss es nicht. Also nichts wie hin, gerade noch pünktlich quetscht man sich durch die Menschenmassen, die heute irgendwie zahlreicher sind als gestern. Mh...ich höre Musik. Oder was ähnliches. Dieses Instrumentalgedudel eben. Also grundsätzlich mag ich das ja, aber nur für eine Weile. Nach dem dritten Stück fällt einem dann aber doch auf, dass alle Lieder irgendwie gleich klingen. Und ab da nervt es dann nur noch. Wenn der DJ Ötzi auf einem Konzert 2 Stunden lang immer nur seinen Anton aus Tirol runterleiern würde, das wäre auch ätzend. Mh..schlechtes Beispiel, das ist schon beim ersten Abdudeln ätzend. Egal.

Wir lenken unseren behenden, nur von der wabernden Menschenmasse gebremsten Schritt der Bühne zu, die Musik wird lauter und...keine Vogelmasken. Nix Pest. Die Show hatte mit Pest nichts zu tun, das war nur eine Mittelaltercombo, die sich so nennt. Schade. Dafür merke ich, dass ich doch einen verdammt guten Gaukler verpasst habe. Ich hatte nämlich zwei Namen verwechselt. Anstatt nach Xander hatte ich nach Xangur gegoogelt und natürlich nicht den genialen Jongleur gefunden. Erst beim Umzug habe ich ihn erkannt, wie er -ganz Profi- als Dorftrottel verkeidet in sämtliche Kameras gleichzeitig gegrinst hat. Nächstes Jahr seh ich mir den wieder an. Egal welchen Namen ich da lese.

Also war warten angesagt, eine Stunde mussten wir mehr oder weniger totschlagen. Dann nämlich sollte der grosse Umzug sein, den will man ja auch sehen. Wir haben die Zeit etwas abseits bei der Falkenrei Horus verbracht, die mit ein paar Irischen Wolfshunden da waren und natürlich auch mit Geflügel. Neben den echt riesigen Adler hatte es mir besonders der Wüstenbussard angetan. Das sind ja schöne Tiere. Der war es auch, der so einen hypnotischen Blick hatte. Wüstenbussarde mag ich. Die sind nicht nur hübsch, die sind auch ziemlich clever. Die jagen in Gruppen ( ist für Greifvögel ziemlich selten ) und teilweise sogar infanteristisch. Flüchtet nämlich ein Kaninchen ins Gebüsch, dann landen einige der Vögel und rennen hinterher. Das Kaninchen rennt aus der doch nicht so sicheren Deckung wieder raus und Zack, schlagen die Tiefflieger zu. Das nenne ich eine schlaue Jagdtechnik. Honigfrettchen hatten sie auch, aber man durfte die Tiere nicht probieren. Ob die jetzt also echt nach Honig schmecken weiss ich nicht.

Bei unserem Lieblingsstand waren wir auch, da gab es Harz und Hölzer, alles schön offen in Holzschalen. Und wenn man was will, wird das schick abgewogen. Das ist schöner als diese vakuumverschlossenen Gläser, die sonst in der auslage rumlungern. Ausserdem hatte der Händler da ein schickes Mittelalterhemd an, das wirkte richtig echt im Gegensatz zu den knallbunten Fantasysachen aus Vorhangstoff und langen Bundeswehrunterhosen. Der trägt das Teil nämlich öfter als 2 Tage im Jahr, dadurch wird das natürlich auch öfter gewaschen, die Farben werden blasser und der Stoff wird abgewetzt. Und dann sieht das nicht mehr nach Kostüm aus, sondern nach Klamotten.

Aber irgendwann war dann 14 Uhr, die Landsknechte sind schonmal mit Pauken und Flöten wegmarschiert, und wir dackelten auch los. Richtung Hauptstrasse, da sollte jetzt nämlich der Umzug sein. Zwar ohne Kamellen, aber schick. Also parkt sich alles entlang der Strasse, harrt dem Umzug...und harrt...und harrt....und harrt noch etwas. So langsam fingen die Umstehenden schon an zu fluchen, da kam Bewegung in die Meute. Ah, dort vorne, man kömmt. Nein, Fehlalarm. War nur der Brezelwagen.
Etwas über eine Stunde nach dem angekündigten Termin kam der Zug dann doch noch, allerdings auf etwas anderer Route. Die gesammelte Zuschauermeute musste also losrennen, um doch noch was zu sehen. Wer also Kinder dabei hatte, schon etwas älter war, im Rollstuhl sass oder auf Krücken angewiesen war, hatte da keine Chance. Besonders, da der Zug sich ständig aufteilte. Ein Teil zog die Hauptstrasse entlang, dann war Pause, dann kam wieder ein Teil. Der bog aber weit vor uns ab und alles musste losflitzen, um wenigstens ansatzweise zu erahnen, was da gerade vorbeizog.

Entsprechend war auch die Stimmung. Eigentlich sollte bei so einem Umzug ja Jubel herrschen, Applaus und Geschrei. Aber den armen Darstellern schlug ein fast feindseliges Schweigen entgegen. Ist zwar verständlich, aber die armen Kerle taten einem direkt leid. Auch, weil sie in so albernen Kostümen auf die Strasse mussten. Reiterhelme mit Alufoliebestannung schützen vielleicht vor den Gedankenkontrollstrahlen der CIA, aber sehen weder mittelalterlich noch sonst irgendwie unalbern aus.

An sich wäre dann noch das Reiterturnier gewesen, aber das haben wir uns mal wieder nicht angesehen. Vor zwei Jahren sind wir kurz bevor es anfing auch gegangen. Da hatten wir beinahe 2 Stunden in der prallen Sonne gewartet und irgendwann hatten wir dann die Faxen dicke. Letztes Jahr waren wir wegen miesem Wetter nur am Samstag da, und dieses Jahr hatten wir nach dem verhagelten Umzug auch nicht mehr wirklich Lust. Zumal man ja mehr Gäste hatte, aber weniger Tribünen. Also wirklich, Leute. Wenn man 2 Tribünen hat, und die vorne und hinten nicht reichen. Ist es dann sinnvoll, noch mehr Besucher anzupeilen, und gleichzeitig die Tribünen komplett zu streichen? Hallo? Wie soll da bitte jemand was sehen können? Ist ja nicht so, dass jede Vorführung mehrmals gezeigt wird. Verstehen muss man das nicht, oder?
Ich hab natürlich auch wieder Fotos. Gemacht habe ich mehr, aber ich habe schonmal eine Vorauswahl getroffen. Auf den Bildern, die ich hier nicht einstelle, sieht man noch weniger vom Umzug, echt wahr...

Jenseits der Touristen, da sind Geräusche. Vermutlich kommt da gerade jemand vorbei.



Ah, jetzt sieht man etwas. Äh...ist das ein mittelalterlicher Wohnwagen?



Ziemlich klein für einen Wohnwagen. Da sind scheinbar die sieben Zwerge mit in Urlaub gefahren?



Trotzdem war es mal wieder schön. Auch wenn ich jetzt doch irgendwo froh bin, eine Weile lang kein Pannesamt mehr sehen zu müssen *g*.

lecker...

...schnitzel. Hab ich neulich gesehen. Ich war nämlich im Supermarkt und hab da so entlang der Regale gelinst. Und was seh ich da in der Ecke für Experimentalfutter neben Glibberfisch, Kaviarpamps aus der Tube und Kartoffelpuffern aus dem Plastikeimer? Vegetarische Schnitzel. Also keine lecker Gemüsebratlinge, sondern richtige Schnitzelimitate. Sieht aus wie Schnitzel, schmeckt wie Schnitzel, riecht wie Schnitzel, ist aber keins. Da stellt sich mir doch direkt die Frage, gibt es denn auch unvegetarischen Gemüseersatz? Blumenkohl aus Rinderhack oder Kohlrabi aus Bratwurst? Das fänd ich mal lustig. Obwohl, essen würde ich sowas nicht. Da nehm ich lieber das Original, ich mag nämlich Blumenkohl und Kohlrabi und so Zeug.
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